08.-24.06.2026 Motorradtour nach Albanien

Der Start erfolgt an der Autobahnraststätte Gruibingen bei verhaltener Wettervorhersage. Dort Treffen mit ehemaligen Kollegen zur Anfahrt nach Südtirol. Im Gasthof Innerwalten haben wir uns für 3 Nächte eingebucht um uns in den italienischen Alpen "warmzufahren". Ein Regentag bescherte uns eine Fahrpause und den Einblick in Tiroler Geschichte im Andreas Hofer Museum. Danach trennte sich die Gruppe und Thomas und ich begannen "unsere" Tour.

Ein wenig Schotter gab es gleich schon zum Einstieg in Italien. Nach Slowenien (durchs Resiathal) fuhren wir auf engsten Waldsträßchen mit unzählbar aneinandergereiten Kurven über die offene Grenze.  Am nächsten Tag schon teilweise auf Schotterwegen durch kroatische Hochebene und entlang der Küstenstraße Jadranska Magistrale bis Starigrad. In Bosnien-Herzegowina finden wir am nächsten Tag ein zentral gelegenes Hotel in der belebten Stadt Mostar. Durch Montenegro über Kotor entlang einer schönen Südroute bis Shkoder geht in Albanien ein langer und heißer Fahrtag zu Ende. Wegen zeitlichem Durchfahrtverbot zum Hotel und dem hartnäckigen Polizisten bleiben die Motorräder die erste Nacht an der Fußgängerzone stehen. Wir checken 2 Nächte ein und fahren ohne Gepäck eine Teth-Runde u.a. mit langer Schotterpassage.

Tiere auf dem gesamten Reiseweg: Kühe, Schafe, Ziegen, Hühner, Esel, Hunde, Katzen, Pferde, Gänse, Schildkröten, Schlangen - natürlich alle freilaufend.

Koman als angepriesene Sehenswürdigkeit mit Bootstransfer auf den verzweigten Flüssen enttäuscht (Vorsaison-fehlende Boote ??) Dafür haben wir uns beide bei einem Stopp am Flussufer im weichen Kies festgefahren 🤷‍♂️. In Burel fanden wir ein schönes, ruhiges Hotel. Ab hier wechseln wir die Richtung und streben wieder gen Norden. Der nächste Fahrtag bring sehr viel anstrengende Schotterpassagen und ich bim am Ende des Fahrtages völlig erschöpft. In Kukes verordne ich mir deshalb auch  einen Tag Fahrpause. Über einen kleinen Grenzübergang in den Kosovo als Transitland geht es zurück nach Montenegro. Dort begeistert die Tara-Schlucht und der Durmitor Nationalpark mit Landschaft und schönen Strecken. Für den Rückweg wählen wir in BIH Übernachtungsstopps bei Sarajevo sowie in Bihac. Kroatien ist nur Transitland, Übernachtet wird in Slowenien. In Brixen (I) betten wir uns teuer aber stilecht zur letzten Nacht der Reise.

Fazit: 4700 Km, durch 7 Länder. Spektakuläre Landschaften. In Albanien wurde ich meiner sämtlichen Vorurteile beraubt. Ein tolles, sauberes, freundliches Land in der die herrschende  Armut nicht überpräsent wirkt.